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Unsere wunderschöne Kurstadt Bad Belzig hat viel Potential für Tourismus

Die Therme „Steintherme“, die Rehaklinik, die Burg Eisenhardt, das Burghotel, der Burgkeller, die Springbachmühle, wunderschöne Hotels und Pensionen, das Hofgarten Kino, die Zegg GmbH, unberührte Natur und traumhaftes Wetter. Alle Voraussetzungen für den begeisterten Tourist oder Kurgast. Doch der ungetrübte Aufenthalt ist reine Glückssache, denn sobald die Schießplatz Belzig GmbH aktiv ist, kann von erholsamer Ruhe im nördlichen und westlichen Teil unseres Bezirkes keine Rede mehr sein – weder für die Anwohner, noch für die Gäste.

Auf dieser Seite werden Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informiert. Die Reiter am oberen Rand der Seite („Über uns“, „Unsere Ziele“, usw.) informieren über die grundlegenden Hintergründe.

Ein Schießplatz am Rande einer Kurstadt ist für die Belziger Bürger in der bisherigen Form nicht länger tragbar und wir wünschen uns eine Veränderung (siehe „Unsere Ziele“) – Umso mehr in der derzeitigen Situation, in welcher sowohl der belziger Traditions-Schützenverein, als auch die Bogenschützen das Gelände der Schießplatz Belzig GmbH nach 25 Jahren im Streit mit der GmbH verlassen haben.

Damit dient das Gelände nunmehr nur noch einem Zweck: Geld verdienen für die GmbH! Und das auf Kosten der belziger Bürger und dem Tourismus – der wichtigsten Geldquelle für unsere Stadt!

Sarah Lenze
Dipl.-Ing. Carmen Arndt
Dipl.-Kfm. Dirk Liesenfeld

Artikel MAZ

Quelle BraWo am Sonntag, 31.1.2016

Nun sind also die Traditionsvereine alle weg und übrig bleibt einzig die 2012 gegründete GmbH.

Die Nutzung des Geländes war ursprünglich für die regionale Vereinsarbeit gedacht gewesen und landes- oder gar deutschlandweite Tätigkeiten sind immer mehr eine absolut unzumutbare Lärm-Belastung für eine Kurstadt und dessen Gäste und Bewohner. Ebenso wäre es ein Unding, wenn die Schießplatz GmbH das Gelände nun nutzen möchte, um damit das große Geld zu machen:

Wir wollen hier kein Trainingsgelände für Spezialeinheiten der Polizei aus ganz Berlin/Brandenburg und auch keine bundesweite Jagdausbildungsstätte! Schon jetzt ist zu beobachten, dass die allermeisten Autos, die auf das Gelände auffahren auswärtige Kennzeichen tragen.

Mal ganz deutlich formuliert: Da kommen tatsächlich zahlreiche Menschen aus lauten Großstädten in unsere touristische Stadt, um dann hier zu lärmen und dadurch die wirtschaftliche Grundlage der Stadt – den Tourismus – zu verunmöglichen!

Wer sind nun die Geschäftsführer der Schießplatz GmbH? Es sind Frank Winter und Thomas Keilholz. Herr Winter hatte in einem Interview mit der MAZ am 28.1.2012 behauptet:
„Eine Entscheidung wurde mit dem Verweis auf ein ausstehendes Schallgutachten aufgeschoben. Das vom Schützenverein bezahlte 6.000 Euro teure Papier liegt vor und bescheinigt den Sportschützen schon jetzt die Einhaltung aller gesetzlichen Werte.“

Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit! Die gesetzlich zulässigen Grenzwerte wurden überschritten und auf Grund dessen hat ja auch das Landesamt die oben erwähnte Schusszahlbegrenzung zwangsverordnet.

Auch bezieht sich Herr Winter immer mal wieder auf die so wichtige Kinder- und Jugendarbeit der GmbH. Doch das ist nach unserer Meinung nur eine Schutzbehauptung, da nach unserer Beobachtung diese nicht oder praktisch nicht stattfindet. Unserer Meinung geht es der GmbH ausschließlich darum Geld zu verdienen. So ist Herr Winter nach eigener Aussage kein ambitionierter Sportschütze. In einem Gespräch äußerte er sich in einem Treffen mit uns diesbezüglich: „Nein, ich schieße gelegentlich mal mit einer Pistole, aber ansonsten mach‘ ich da nichts.“

Wir werden nun die verschiedenen Ämter kontaktieren und überprüfen, ob nicht diese veränderten Umstände die bisher erteilten Genehmigungen ungültig machen und die Schießplatz Belzig GmbH gezwungen würde auf Grund der völlig neuen Gegebenheiten einen Neuantrag zur Nutzung zur stellen. Diese würde dann aller Wahrscheinlichkeit nach verweigert werden und das wäre auch sicherlich das Beste für unsere wunderschöne, aufstrebende Region.

Nachdem das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz dem Schützenverein eine Schusszahlbegrenzung zwangsverordnet hat, ist das Ausmaß der Lärmbelästigung auf ein einigermaßen (!) erträgliches Maß gesunken.
Wir sind dennoch weiterhin aktiv und wachsam.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Ein kooperatives Miteinander der Belziger Bürger (vor allem der hunderten von direkten Anwohnern) und dem Schützenverein bleibt unser Ziel.

Sollte jedoch der Schützenverein wieder Expansionstendenzen zeigen, die nichts mehr mit lokaler Vereinstätigkeit zu tun haben (wie z.B. 2010 und 2011), werden wir wieder tätig werden. Der Schützenverein ist ursprünglich als ein regionaler Verein gedacht gewesen und landes- oder gar deutschlandweite Tätigkeiten sind eine absolut unzumutbare Lärm-Belastung für eine Kurstadt und dessen Gäste und Bewohner.
Wir wollen hier kein Trainingsgelände für Spezialeinheiten der Polizei und auch eine landesweite Jagdausbildungsstätte ist hier nur statthaft, wenn dementsprechende wirkungsvolle Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden.

Auch finden wir es fragwürdig, dass (nach unserem Wissensstand) Meisterschaften grundsätzlich in Belzig ausgetragen werden und nur sehr selten auf den Vereinsgeländen der anderen teilnehmenden Schützenvereinen. Nach Aussage von Herrn Frank Winter ist das Belziger Gelände besser dafür geeignet und daher lädt man die Vereine für die regelmäßigen Meisterschaften lieber nach Belzig ein, als dass man ins Umland fahre. Auch diese Praxis (sollte sie noch so Anwendung finden) sollte der Verein im Sinne der Schusszahlbegrenzung reiflich überdenken!

Wir haben durch einen glücklichen Zufall einen vermögenden Unterstützer gefunden, der bereit ist uns – sollte es nötig werden – finanziellen Rückhalt zu geben, so dass wir für unser Recht auf Ruhe einstehen können.

Danke an ******** *****************
(Nachtrag: Möchte nicht genannt werden)

Wir bekamen am 1.11.2011 eine wichtige Rückmeldung vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. In diesem wird uns mitgeteilt, dass das vom Schützenverein in Auftrag gegebene schalltechnische Gutachten eine

Überschreitung des Immisionswertes

aufweist.
Der Schützenverein Belzig muss daher die zukünftige Geräuschimmission begrenzen. Dies soll voraussichtlich durch eine Schusszahlbegrenzung erreicht werden.

Die von der CDU einberufene Versammlung war – aus unserer Sicht – ein Erfolg.
Es waren – unter anderem – drei Stadtverordnete anwesend, der Vorstand und der Schatzmeister des Schützenvereines, die Presse, Herr Schieder von den freien Wählern und einige Bürger.
Es wurde wenig geplappert und viel gesprochen, und – es wurde ein Konsens erzielt. Dabei gibt es einen mittelfristigen Plan A zur Lärmminderung und einen langfristigen Plan B, zu denen sich der Schießverein bekennt und verpflichtet.

-> Plan A (1 bis maximal 2 Jahre Umsetzungszeit)
1. Der Schützenverein erwirbt (die Zustimmung der Stadt vorausgesetzt) die restlichen 4ha Land, die derzeit nur gepachtet sind. Er „verschiebt“ die lärmintensive Trappfläche, schüttet Wälle auf und schießt nicht mehr in Richtung Siedlung und Klinik. Dies wird laut Lärmschutzexperten einen deutlichen Effekt auf die Schallimmision haben.
2. Zwei Schieß-Bahnen werden teilweise (die ersten 60 Meter) überdacht und hier wird fortan mit den lärmintensiven Waffen geschossen – z.B. auch die großkalibrigen Jagdgewehre.

-> Plan B (Umsetzungszeit mind. 3-5 Jahre, vermutlich länger)
Der Schützenverein lagert den Hauptlärmverursacher, das Trappschießen, nach Verlorenwasser aus. Diese Lösung wäre die allerbeste, ist jedoch auch die komplizierteste, da es hierfür Genehmigungen und Fördergelder braucht. Hierfür wünscht sich der Schützenverein die Unterstützung der Bürger und Politiker – wir haben jedenfalls unsere Rückendeckung diesbezüglich zugesichert.

Soweit der Zwischenbericht „von der Lärmfront“.
Wir warten ab, was sich weiteres tut und werden natürlich Bericht erstatten.

Bi-Belzig.

Am 6. Oktober findet um 19:00 eine von der CDU einberufene Bürger-Versammlung zum Thema „Schießplatz in Belzig“ statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung von allen Menschen, denen Bad Belzig am Herzen liegt. Noch immer steht die Entscheidung über die geplante Erweiterung des Schießbetriebes aus und es ist daher wichtig, Präsenz zu zeigen. Viele Bürger fühlen sich gestört und haben Sorge um die touristische Attraktivität – wir müssen nun dafür einstehen, damit bei der Entscheidung nicht davon ausgegangen wird, dass nur eine kleine Minderheit diese Bedenken hat. Sarah Lenze, Carmen Arndt und Dirk Liesenfeld von der BI-Belzig geben außerdem eine Zusammenfassung der Gespräche, die sie u.a. mit Herrn Winter (Schatzmeister Schützenverein) und Jürgen Gottschalk (Fraktionsvorsitzender der CDU) geführt haben.
Veranstaltungsort ist das Gasthaus Burg Eisenhard (NICHT oben an der Burg, sondern unten in der Stadt, Straße der Einheit 41)

Wir hatten gestern im kleinen Kreis (Sarah Lenze, Dirk Liesenfeld, Carmen Arndt, Gabriela Krauskopf) ein sehr spannendes Gespräch mit dem Schatzmeister und Geschäftsführer des Schützenvereines Belzig. Es ist vieles deutlicher geworden, allerdings sind bei uns auch viele Fragen entstanden. Wir werden nun Gespräche mit dem CDU-Fraktions-Chef Jürgen Gottschalk und anderen Experten führen. Unsere Rolle als Bürgerinitiative scheint sich immer mehr als eine Art „Aufklärungsorgan“ heraus zu kristallisieren.

Wir werden noch im Juli unsere Erkenntnisse sachlich und so klar als möglich auf dieser Website veröffentlichen.

Wir haben davon erfahren, dass es auf YouTube ein Protestvideo eines verärgerten Kurgastes aus Berlin gibt und haben es unter „Videos“ eingebunden.

Am 4. Juli 2011

laden wir alle interessierten Menschen zu einer Versammlung der Bürgerinitiative Belzig um 20:00 in die Waldsiedlung 1 ein.

Wir hatten bislang schon ein reges Interesse und zahlreiche Beschwerdebriefe wurden an zuständige Stelle geschickt. Viele Menschen sprachen uns an und schickten uns Emails um uns ihre Solidarität zu bekunden und das finden wir schon sehr vielversprechend. Es ist nun wichtig, dass wir dran bleiben. Das Thema für das erste Treffen lautet daher: Was können wir konkret tun?

Liebe Grüße,

Carmen

Der Schützenverein Belzig hat ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben und die Stadt will die Ergebnisse desselbigen abwarten. Der Schützenverein hat jedoch schon eine GmbH gegründet, bezahlt scheinbar aus eigener Tasche das immerhin 5000 Euro teure Gutachten und ist bereit die 14ha Land zu kaufen, um dort einen Ausbildungsbetrieb für Jäger zu errichten. Ein wenig macht es schon den Eindruck, als ob alles schon entschieden wäre und es bei der ganzen Sache um viel Geld geht.

In einem Zeitungsinterview der MAZ bestätigt der Vorstand des Vereines unsere Vermutung, dass ein großer Teil der Schützen von Außerhalb kommt. Da fahren also offenbar Berliner, Potsdamer und Brandenburger in das schöne Bad Belzig, machen dort aus Lust an der Freud‘ ein wenig Lärm und fahren wieder zurück nach Hause.

Dass die Lärmentwicklung sich erhöhen würde durch die massiven Expansionsbestrebungen des Vereines, bestreitet die Vorstandsschaft. Man wolle eine der Schießbahnen teilweise überdachen und dadurch würde der Lärm geringer werden. Eine sehr zweifelhafte und schwammige Aussage. Sollte das Gelände ohne konkrete vertragliche Absprachen (z.B. Auflagen wie Schalldämpferpflicht, oder maximale Schusszeiten pro Woche oder vollständige Überdachung ALLER genutzten Schießanlagen) übereignet werden, hätte der Verein absolut freie Hand für alle Zukunft und wäre nicht mehr angreifbar.

Seit der Gründung der Bürgerinitiative Bad Belzigt (BI-Belzig) vor einigen Tagen haben wir schon jetzt enormen Zulauf bekommen. Viele Briefe und Emails erreichten uns und wir sind überrascht und erleichtert über die öffentliche Anteilnahme zu diesem Thema. Im Juni/Juli werden wir eine erste Versammlung abhalten, der genaue Termin wird noch auf dieser Website veröffentlicht. Anschließend planen wir einen runden Tisch, an welchem wir Vertreter von Stadt, Land und des Vereines einladen um lösungsorientierte Gespräche zu führen.